Thrombose tritt vor allem im Bereich der Beinvenen auf.

Wo tritt eine Thrombose auf?

Grundsätzlich kann eine Thrombose in allen Gefäßen des Körpers auftreten – sowohl in den Venen (Blutgefäße, die zum Herzen hinführen) als auch in den Arterien (Blutgefäße, die vom Herzen wegführen). Allerdings sind Thrombosen in Arterien viel seltener als in Venen, da das Blut in den Arterien schneller und mit höherem Druck fließt, so dass ein potenzielles Blutgerinnsel buchstäblich fortgespült wird.

Häufiger entsteht ein Thrombus in den Venen und hier zu 60 Prozent in den Venen der Beine.

Man unterscheidet zwei Formen der Beinvenenthrombose – die oberflächliche Venenthrombose und die tiefe Venenthrombose.

Tiefe Venenthrombose (TVT)

Die tiefe Venenthrombose (TVT) entsteht in den tiefliegenden und großen Venen, die direkt zum Herzen führen. Am häufigsten betroffen sind die Beinvenen. Bei Schmerzen, Wärme, Verfärbungen und Schwellungen des betreffenden Beins sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Denn löst sich in einer tiefen (Bein-)Vene ein Thrombus bzw. Thrombusteil ab und wird mit dem Blutstrom über das Herz in die Lungengefäße transportiert, kann das eine lebensgefährliche Lungenembolie verursachen.

+++ Kurz und knapp +++
  • Gerinnt Blut schneller als im Normalfall, heißt das Thrombophilie.
  • Arterielle Thrombosen sind im Unterschied zu venösen Thrombosen häufig die Ursache für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall.
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Typisch für eine oberflächliche Venenthrombose sind Entzündungszeichen wie Rötung und Schmerzen.

Oberflächliche Venenthrombose (OVT)

Bildet sich ein Blutgerinnsel im oberflächlichen Venensystem an Ober- oder Unterschenkel, handelt es sich um eine oberflächliche Venenthrombose (OVT). Besonders häufig betroffen sind Menschen mit Krampfadern. Die Risiken der OVT werden auch von vielen Ärzten unterschätzt. Wird sie jedoch nicht oder nicht rechtzeitig diagnostiziert oder falsch behandelt, kann das schwerwiegende Folgen wie tiefe Venenthrombosen oder gar eine Lungenembolie nach sich ziehen. Neben typischen Entzündungssymptomen wie Rötung, Schwellung und Schmerzen ist die Vene bei einer OVT oft verhärtet und deutlich tastbar.

Bestimmte Einflüsse können die Zusammensetzung des Blutes so verändern, dass das Risiko für eine Thrombose steigt.

+++ Kurz und knapp +++
  • Studien haben gezeigt, dass 25 Prozent der Patienten, die mit Verdacht auf eine OVT zum Arzt gehen, bereits unbemerkt eine TVT haben und 15 Prozent von ihnen durch diagnostische oder therapeutische Versäumnisse in der Folge eine TVT entwickeln. 4 Prozent haben sogar schon eine Lungenembolie.

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